Feeddes Jardins
Literatur & SpracheFrauenzimmer-Lexicon 1715

des Jardins, Marie Catharine, oder Villedieu, wird auch de CHate genennet. Eine galante Frantzöische Poetin von Alençon, so sich durch ihre Romans und netten Gedichte sehr bekannt gemachet. Ihr Vater ist zu Alençon Prevot gewesen, und begab sie sich in ihrem 19. Jahre nach Paris, um daselbst ihre Wissenschafft desto bekannter zu machen. Air.de Ville Dieu, ein junger Edelmann hatte das Glücke diese gelehrte Dame durch eine Vermählung zu besitzen. Welcher aber bald darauf verstarb. Ihr anderer Gemahl war Mr. de la Chate, welche aber mit ihrem ersten Gemahl gleiche fata erfuhr, indem er gleichfalls bald der Welt und seiner Geliebten adjeu sagen muste. Hierauf wolte diese unglückl. Wittbe sich zur dritten Ehe nicht wieder entschliessen, verblieb daher in ihrem einsamen Wittwen-Stande und brachte ihre Zeit mit Verfertigung allerhand Schrifften hin. Darunter sind sonderlich, 1) Portrait des foiblesses humaines á Amsterd. 1685. 2) Les Desordres de l’ Amour. á Liege 1686. 3) Les Exilez de la Cour d’ Auguste. Paris. & Lugdun. A. 1679. 4) Les Amours des Grands Hommes. A. 1679. 5) Le Journal Amoureux A. 1680. 6) Annales Galantes. à la Haye 1688. 7) Les Caprices de l’ Amour. Paris 1681. 8) Carmente Histoire Grecque. Paris. 1680. 9) Les Fables allegoriques. 10.) Les Galanteries Grenadines. 11) Les Nouvelles Afriquaines. 12) Les Oevres mélées Ihr Todt ist Anno 1683. erfolget. Vid. Bælium in Excerpt. A. 1685. p. 1191. Deviseus in Mercur. Polit. A. 1683. M. Novembr. p. 164.

Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 919–920Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

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