Jole, Eine Tochter des Oechalischen Königes Euriti, ward von dem Hercules so hefftig geliebet, daß er ihr wie eine Magd aufwartete, und ihr zu gefallen Weiberkleider anlegte, auch ihrentwegen mit dem Eurito sich in einen Zweykampff einließ, und darinnen die Oberhand behielte; weil aber Euritus der vorhergenommenen Abrede nach ihm, als Uberwinder, selbige nicht auslieffern wolte, brachte er selbigen um, zerstörte seine Burg, und entführte die Jolen, die er zuletzt seinem Sohn Hyllo zum Weibe gab.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 937Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0