Julia Domna, Des Römischen Käysers Severi Gemahlin aus Syrien von Emessa, war ein in der Philosophie wohlerfahrnes Weib, welche diese Wissenschafft so sehr liebte, daß sie zu gantzen Tagen die Philosophos um sich leiden konte. Im übrigen war sie unvergleichlich schöne, aber auch abscheulich geil, so gar, daß sie durch ihre Entblössung des Leibes ihren Stieff-Sohn Caracallam anreitzete, sie zu heyrathen. Vid. Dion. Cassium Histor. Libro 75. Menag. in Histor. Mulier. Philosoph. p. 10. Matth. Theatr. Histor. p. 592.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 950Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0