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AllerleiFrauenzimmer-Lexicon 1715

Leinwand, Ist ein aus gesponnenen Flachs, Werck oder Hanff in einander geschlagenes Gewebe, deren sind vielerley Sorten, als: Rohe und ungebleichte, zarte, mittel und grobe. Schleyer, glatte oder gestreiffte, gemodelte, auf Damast Art mit Bildern, Blumen und Laubwerck durchwürckte, halb leinen und halb Baumwollen, welches insgemein Barchend genennet wird, gemahlte oder gedruckte, steiffe und geleimte, Glantz- und Futter-gefärbte und ungefärbte, weisse oder blaue, Hauß- oder Kauff-Leinwand. Die Holländische ist die zärteste, dichteste und weiseste, wegen der Harlemmer-Bleiche, welche weit und breit beruffen.

Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 1148–1149Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

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