Margaretha Mathildis, Eine Holländische Gräfin gebahr A. 1276. im 40. Jahr ihres Alters in einer Stunde 365. Kinder auff einmahl, welche also vollkommen und lebendig waren, daß man die Knäblein von denen Mägdlein unterscheiden konte. Sie wurden allzusammen in zwey Becken getaufft, und die Knäblein Johannes, die Mägdlein aber Elisabeth genennet. Diese wunderseltsame Geschichte, so Erasmus und Ludovicus Vives, wie auch Crantzius in seiner Vandalia glaubwürdig und deutlich beschrieben, ist zu Losdün in Holland nicht weit von Schevelingen in der Kirchen auf einer Tafel abgemahlet mit einer Lateinischen Erklährung, worinnen auch gedacht wird, daß diese Margaretha Graf Hermanns Gemahlin und eines Grafen aus Holland Tochter gewesen.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 1217–1218Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0