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GeschichteFrauenzimmer-Lexicon 1715

Möllerin, Gertrud, von Königsberg aus Preussen, M. Michael Eifleri, ehemahligen Professoris in Königsberg Tochter, und D. Petri Mollers, gewesenen Professor. Chym. und Chirurg. Eheliebste. Dieses gelehrte Weib hat nicht nur die Frantzöische und Lateinische Sprache fertig verstanden, sondern sich auch durch ihre gaiante Poesie sehr beliebt gemacht. Sie ist eine Käyserliche gekröhnte Poetin und ein Mitglied des Blumen-Ordens gewesen, und hat darinne den Nahmen Mornille geführet. Man findet von ihr ein Buch geist- und weltlicher Oden, so zu Hamburg A. 1675. mit Melodien in Folio heraus gekommen. Der weltberühmte Morhoff leget selbigen in seinem Unterricht von der Teutschen Sprache und Poesie c. IX. p. 402. ein nicht geringes Lob bey. Dergleichen noch andere hin und wieder mehr gethan.

Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 1279Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

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