Nachgeburt, Affterbürde, oder, Secundinæ, Heisset alles dasjenige, was gleich nach der Geburt von der Kindbetterin zu gehen pfleget, als da ist: die Nabelschnur, das Aderhäutlein, das Schafhäutlein samt dem Mutterkuchen, Gewässer, und dergleichen. Sie wird deßwegen die Nachgeburt genennet, weil sie nach der Geburt gleichsam in der andern Geburt ans Tagelicht gebracht wird, bißweilen pfleget sie sich auch zu verhalten, und zurücke zu bleiben.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 1312Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0