Procris, Des Atheniensischen Königs Erichteus Tochter, und Eheweib des Cephalus, welche aus Eyfersucht ihrem Mann, den sie in Verdacht hatte, heimlich auf der Jagt nachzuschleichen pflegte; Indem sie sich aber einsmahls hinter einen Strauch verstecket hatte, und sich solcher Busch zu regen anfieng, vermeynte ihr Cephalus, es müste ein Wild darhinter stecken, drückte seinen Pfeil darauff loß, und erschoß also unwissend sein eigen Weib.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 1559–1560Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0