Pelopea, Eine Tochter der Thyestæ, welche, nachdem sie von ihrem eigenen Vater war geschwächet worden, ein Kind von ausbündiger Schönheit und Gestalt gebahr, und damit solche ihre begangene Blutschande nicht kundbar würde, selbiges in dem Walde denen wilden Thieren zur Beuthe und Raub hingeleget. Es schickte sich aber wunderlich, daß ein Schäffer, der durch solchen Wald passirte, dieses ausgesetzte Kind von ohngefehr erblickte, und selbiges aus Erbarmung mit sich nahm, auch mit Ziegen-Milch solches auferzog, weßwegen dieses Kind auch hernach Ægisthus benennet ward.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 1452Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0