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ReligionFrauenzimmer-Lexicon 1715

Richardis, Käysers Caroli Crassi Gemahlin, von welcher sich ihr Gemahl, der sie wegen Ehebruchs mit einem gewissen Bischoff zu Vercell in starcken Verdacht hatte, scheiden ließ, ihre Unschuld aber darzu thun, zog sie einen wächsernen Rock an, und trat mit solchen mitten in ein angeschürtes Feuer mit diesen Worten: So wahr mein Leib von keinem fremden Manne beflecket worden, so wahrhafftig wird auch das Feuer meinem Leibe nicht den geringsten Schaden thun, welches letztere auch in der That erfolget.

Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 1607–1608Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

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