Schürtze, Ist ein von weisser Leinwand, Schleyer, Schwäbisch, Coten, Nesteltuch, glatt oder gestreifft, Cammer-Tuch, Falten-Tuch, Terletenk oder andern klaren Gewebe und Zeug, langes und in Falten gebrachtes auch oben in einen Bund zusammen gereyhetes Tuch, so die Weibes-Bilder fürzubinden pflegen, sind von vielerley Arten: als schlecht, oder mit Mahler-Nahd durchnehet und gezogen, mit Spitzen, Canten, Zäcklein frisiret und umstochen, Bogenweise ausgeschlungen, mit oder ohne Saum, auch öffters blinden Saum, mit Bündlein auffgesetzet oder nur mit einem Bande durchzogen, weiß, blau oder bunt, mit oder ohne Latz, lang oder kurtz, deren letztere Tändel-Schürtzen genennet, und insgemein von schwartzen Damast oder andern seidenen auch bunten vornehmlich weissen Taffet oder Atlas und mit allerhand seidenen auch bunten Blumen und Zweigen gesticket, genehet, mit Falbala besetzet und mit gold- oder silbernen Spitzen durch frisiret gemacht sind, das schwäbische Frauenzimmer machet die langen Schürtzen meistens von schwartzen Estoff, Damast, Atlas, Taffet, Cammelot und andern Zeugen, so um und um mit schwartzen breiten Spitzen starck frisiret seynd; In Ulm und Augspurg heissen die Schürtzen Fürflecke, in Straßburg und Saltzburg Für-Tücher, in Nürberg Fleck oder Schurtz. Die allererste Schürso Eva getragen und fürgebunden, war aus Feigen-Blättern, Genes. III. v. 7.