Sophonisba, Des Numidischen Königs Syphacis Gemahlin und Tochter des Asdrubalis aus Carthago; verheyrathete sich weiter, nachdem ihr Mann von denen Römern überwunden und ihnen unterthänig gemacht worden, an den Masinissam, der ihr zuvor versprochen, daß er sie nimmermehr in eines Römers Hand und Willen lebendig kommen lassen wolte. Weil aber Scipio selbige gleichfalls als einen Theil des Raubes mit verlangte, und Masinissa ihm nicht zuwider leben dorffte, übersendete er seiner Sophonisbe heimlich einen Becher mit Gifft, welche ihn sonder einige Furcht und Verwandlung ausgetruncken.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 1861–1862Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0