Tymicha, Von Lacedæmon aus Griechenland, des Milliæ Eheweib, ein in der Philosophie wohlerfahrnes und der Pythagorischen Secte zugethanes Weibesbild. Nebst ihrer Erudition wird sie auch noch wegen ihrer Verschwiegenheit sehr gerühmet, dem als sie einsten nebst ihrem Manne vor den Tyrannen Dyonisium gefodert worden, ein gewisses Geheimniß zu offenbaren, hat sie sich selbsten die Zunge abgebissen, und dem Tyrannen ins Gesichte gespiehen, dadurch andeutend, sie wolte lieber ihrer Zunge beraubet seyn, als etwas Verborgnes offenbaren. Vid. Ambros. l. 2. d. Virginitate. c. 4. Menagium in Hist. Mulier. Philos. p. 55. & 56. Jamblich. in Vit. Pythagor. cap. 1. & cap. ult.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 2024Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0