Tressen, Ist ein aus Gold, Silber oder Seide gewebtes schmal oder breites Band und Streiff, wormit sich das Frauenzimmer ihre Kleider, Röcke, Lätze, Schleppen und andere Sachen besetzen und chameriren läst, auch öffters selbige um den Leib an statt des Bandes zu tragen pfleget. Sie seynd entweder glatt oder durchbrochen, schlecht oder ausgezäckt, gemodelt oder Spiegel-Tressen.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 2041–2042Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0