FeedAppui au de la pleine main
Sport & SpielRitter-Exercitien-Lexicon 1742

Appui au de la pleine main, Jst beyderseits die Empfindung an dem Maul des Pferdes und die Empfindung der Action des Zügels in der Hand des Reuters. Also ist das gute und wahrhafftige Appui de la main eine gelinde Stützung oder Anlehnen des Zaums dergestalt, daß das Pferd zurück gehalten wird, durch die Empfindung der Laden, daß es nicht an die Faust schlage, selbiger zu widerstehen. z. E. Dieses Pferd hat ein fein gelindes Anlehnen, und ist tüchtig dem Zaum wohl zu gehorsamen, hingegen das andere ist ohne Stützung, oder hat kein Appui, denn es fürchtet das Mundstück, ist kützlich im Maul, und kan nicht leiden, daß das Gebiß auf den Bühlern aufliege. Das dritte hat eine dicke Zunge, daß das Mundstück nicht kan seine Wirckung thun, dahero das Pferd hartmäulig ist, und die Faust überwältiget; darum muß man ihm ein so genanntes Galgen-Gebiß auflegen, worinnen die dicke Zunge Platz und eine Oeffnung habe. V. Bouche.

Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 55–56Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

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