Boyau, un cheval qui a beaucoup de boyau, Wird gesagt von einem Pferde, welches gut bey Leibe, wohlgedärmig, und erhabene runde Flancken hat, z. E. Dieses Pserd hat genug Gedärme, und seine Lenden bezeugen, daß es wohl isset; Hingegen das andere ist aufgeschürtzt, d. i. es hat keinen Bauch, eingefallene weite Seiten, wie ein Windspiel, dahero hat es keine Dauer. Man verwirfft alle diese Pferde, welche so eng von Gedärm, und gleichsam die Haut auf die Rippen geleimt haben.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 199Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0