Leder-Fresser, Wird ein Pferd genennet, welches den Fehler an sich hat, daß es das Leder an den Sätteln, Halfftern, Zügeln, Zäumen und anderm Geschirre frißt. Wer einen solchen Gaul hat, darff nur Bibergeil, Fuchs-Schmaltz und Wermut wohl unter einander machen, mit Ochsen-Galle vermischen, und alsdenn mit dieser Salbe den Ort, wo es anbeissen und fressen will, derh schmieren, so wird ers, wenn er etliche mal so angeführet wird, endlich wohl unterlassen.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 1296Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0