Breme, Jst eine Art grosser graulichter Fliegen, welche bey warmem Sommer-Wetter den Pferden und dem Rindvieh mit Stechen und Blutaussaugen sehr beschwerlich fallen; solches aber zu verhindern, darff man das Vieh nur mit dem Safft aus Kürbis-Blättern, oder mit Wasser, darinnen gestossene Lorbeeren gesotten worden, bestreichen. Die Fuhrleute ziehen Hauff samt dem Kraut aus, wenn sie es haben können, und bestreichen ihre Pferde damit. Wenn man Attich-Kraut und Knoblauch durch einander nimmet, den Safft daraus presset, Schmeer dazu thut, und alles in einer Pfanne unter einander pregeln läßt, so hat man eine Salbe, darein man einen wollenen Hader werffen, und die Pferde an denen Orten, wo die Bremen gerne hinsitzen, als an dem Schlauch, hinter dem Schweiff, neben den Augen, und an andern Orten damit abstreichen darf, so kommt keine Breme noch Fliege darauf: Oder man kan auch Tann-Zapffen im Wasser sieden, ein Wisch-Tuch darein tuncken, und die Pferde oder das Rindvieh damit abwischen.