Debonnaire, cheval debonnaire, Ein sanfftmüthiges Pferd, hat einen guten geneigten Willen, (so aus Freudigkeit und Lust entstehet) welchen die Pferde ihren Herren in Verrichtung ihrer Schuldigkeit bezeigen, und den Geharnischten entgegen ausziehen; dahero auch ein solches Pferd über alle andere hoch zu achten ist, welches feines Herrn Willen freywillig, und ohne Zwang gern vollbringet: denn die Abrichtung wird ihm keine Arbeit, sondern lauter Ergetzlichkeit seyn, im Gebrauch aber keine Befchwerung vorkommen.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 494Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0