Cheval donné, Nennet man ein geschencktes Pferd, allermassen ein schönes wohldreßirtes großmüthiges Pferd in solchem hohen Werth ist, daß, wenn grosse hohe Potentaten einander wollen ein Präsent machen, so sind Jubelen und Edelgesteine fast nicht zulänglich darzu, sondern sie schencken gemeiniglich einander ein schönes nobles Pferd, so mit reichem Sattel und Zeug wohl geputzt und ausstaffirt ist, das ästimiren sie dann höher als Gold und Kleinodien.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 337Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0