Diffamer un cheval, Ein Pferd beschreyen; das Verschreyen ist ein durch die Lufft gedrungenes Gifft, so durch die Augen, Athem-Ziehung und durch die Nasen-Löcher sich unvermerckt in das Hirn ziehet, und dadurch merckliche empfindliche Veränderung verursachet, und solches ist bey jungen und zarten Objectis desto leichter und balder verfänglich als bey andern. Denn der neidische Mensch sendet boshafftige und gifftige Geister aus den Augen, welche durch die Strahlen sich mit dessen Geist, den sie anfallen, vereinigen, sonderlich wenn das Subjectum Fascini in einer solchen Action, Stand und Wesen begriffen, als in grossem Glück, Schönheit, Lob, Ansehen etc. dadurch der boshafftige Neid desto mehr angeflammet und erbittert wird. Dahero hat man aus Erfahrung, daß die alten tapffern Ritter, wenn sie in grossen Triumph-Siegen gepranget, meistentheils darauf sich sehr übel befunden, welches auch einhellig alle diejenigen, so mit Pferden umgehen, gewißlich bestätigen, und wider dieses, ihre gewisse Curen und Antidota gebrauchen. V. Franc. Bacon de Verulamio Hist. Nat. Cent. X experim. 944. Es giebt aber heutiges Tages sehr viel Ungläubige, welche bey so vielen angegebenen Erfahrungen noch immer verschiedenes auszusetzen finden.