Ecurie, Marstall, ist gemeiniglich ein sauber gewölbter oder von Stoccatur-Arbeit bedeckter Ort, darein man die Königl. Fürstl. Leib-Schul- und Hand-Pferde stellet; dieser soll nicht weit von der Hofhaltung seyn. Oben auf soll die Sattel- oder Rüst-Kammer, auch des Bereuters Wohnung, darneben eine Stube vor die Reut-Knechte seyn. An denen Säulen der Stände soll hinter iedwedem Pferde sein Sattel und Zaum gehänget, wie über demselben des Pferdes Nahme, (auf ein Täfflein verzeichnet) angehefftet seyn, und inwendig auf beyden Seiten können gewundene eiserne Kettlein hängen, um die Pferde nach der Fütterung herum zu hefften, und auf dem Knopf des Zaums zu setzen.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 573–574Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0