Feuer-Gabe, Heißt dem Pferde das Feuer appliciren oder geben; welches geschiehet, indem man das breite glüende Messer subtil auf die Haut leget, ohne es damit zu stechen. Man giebt solch Feuer denen Beulen der Raude, indem man ein spitziges glüendes Messer in die Geschwär steckt, auch giebt man solch Feuer vor die Vertretung oder Verrenckung, auch vor die Spaten, daß solche nicht grösser werden. V. Couteau du feu.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 764Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0