Fuchs-Kasten, Jst ein Behältniß, worinnen man einen lebendig gefangenen Fuchs von einem Ort zum andern führen kan. Es wird derselbe einer Ellen lang und eine halbe Elle breit und hoch, von festen eichenen Bretern gemacht, und die Lufft-Löcher inwendig mit eisernem Blech wohl beschlagen, damit sich dieser schlaue Gast bey langen Nächten nicht nach und nach heraus beissen möge. Seinen Fraß und nöthiges Wasser muß man ihme nicht mit den Fingern hinein langen, sondern von aussen einschütten, sonst würde er einen übel bezahlen; gäbe man ihm aber nichts, so würde er vor Hitze verschmachten müssen, weil bey solchen wilden Thieren grosse Hertzens-Angst und stete Hitze vorhanden ist.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 846–847Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0