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Sport & SpielRitter-Exercitien-Lexicon 1742

Hund, Dessen giebt es unterschiedliche Arten, als gemeine Hunde, Schooß-Hündlein, Canes Melitenses, von der Jnsel Maltha also genannt, oder Bologneser-Hündlein, von der Stadt Bologna in Jtalien; Ferner Jagd-Hunde, denn Spür-Dachs-Vogel-Wasser-Gesellen-Streit-Haus- und Schaf-Hunde, ingleichen Englische Doggen und Wind-Spiele. Die Freudigkeit und gute Gestalt der jungen Hunde, sonderlich wenn sie behend, keck und gefräßig sind, wird insgemein für ein Zeichen guter Art angegeben. Man soll ihnen, ehe sie 2 Jahr alt werden, den Wurm unter der Zunge wegnehmen, damit sie nicht leicht wütend und rasend werden. Die jungen Jagd-Hunde werden besser mit Brot und Suppen, als mit Fleisch und Aas auferzogen, weil sie von diesem unsauber werden, den Geruch verlieren und nicht lange dauren. Die Schaf-Hunde müssen gebengelt oder gekleppelt werden, damit sie dem Wilde keinen Schaden zufügen.

Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 1123–1124Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

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