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Sport & SpielRitter-Exercitien-Lexicon 1742

Levade, Jst eine manierlich gewundene Empor-Hebung mit der Lantze, so beym Carrousel gebräuchlich, derer viererley seyn. Die 1) wenn man im Ansprengen die Lanze vom dicken Schenckel weghebet, und solche hinunter führet, die Hand zurück wendet und gleich in die Höhe kommt, alsdenn einen halben Circkel gegen sein rechtes Auge, die Hand zurück unter sich gesencket, und dann die Lanze gegen den Ring eingeleget. 2) Bey der zweyten, nachdem die Hand gesencket, macht man einen halben Circkel, gleich in die Höhe vor, und also über sich, und leget ein. 3) Wenn man die Lantze gesencket, hebet man sie in die Höhe über des Pferdes Hals auf die lincke Seiten, und sencket, hernach schwencket man sie über den Kopff und leget ein. 4) Jst die schwereste, schönste und künstlichste, wenn man mit dem Arm gantz in die Höhe ist, wirfft man solche, daß sie mit der Spitze vorwerts und neben dem Pferde unterwerts einen Circkel macht, wenn sie wieder in die Höhe, fänget man solche in der Lufft, und wirfft sie gleich wieder, das thut man dreymal.

Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 1338–1339Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

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