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HeilkundeRitter-Exercitien-Lexicon 1742

Mal de Rate, Miltz-Sucht. Das Miltz ist sonst einer dünnen luckerichten und schwammigten Substantz, liegt an der lincken Seiten zwischen dem Magen und Rippen, reiniget von Natur das Geblüt von der Melancholie, indem sie es von der Leber an sich ziehet, kan sich derowegen um einer geringen Ursache willen ausdehnen, auf alle Seiten ausbreiten, dick machen und erheben, daß es gantz und gar verhärtet wird, und sich nicht mehr selbst reinigen kan, sondern allenthalben verstopfft bleiben muß, woraus auch der Miltz-Brand entstehet, wovor ein Recept in der Pferd-Anatomie pag. 119 befindlich. s. Miltz-Kranckheit.

Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 1410Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

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