Rate du cheval, Das Miltz eines Pferdes vergleichet sich einer Sichel, und ist an seinem Obertheil viereckigt und breit, krümmet sich nachmals der Länge hineinwerts, ist sonsten breit, subtil und einer schwammigten Substanz, einer dunckelbraunen Farbe, mit ein wenig Himmelblau vermischt, und allenthalben mit einem subtilen Häutlein überzogen, und durch und durch mit vielen Zweiglein der Blut-Adern und Nerven durchwachsen. Sein Amt ist, daß es das melancholiche Geblüt und schwartze Galle in sich versammlet, und also das Geblüt von derselbigen reiniget.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 1889Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0