Ordo, Ordine, Ordre, Die Einrichtung oder das Zusammenfügen vieler Stücke, welche ein Gantzes ausmachen, z. E. wenn vom Systemate der Alten die Rede ist, so sagt man: Ordo Mercurii, Terpandri, Philolai, Pythagoræ &c. um die Stellung, welche ieder dieser Autorum den Klängen gab, ingleichen die Anzahl der Saiten, welche er statuirte, die Weite und Proportion, so sie unter einander hatten etc. anzuzeigen. So spricht man, das Tetrachordum sey eine Stellung von 4 Saiten, das ist, es sey ein aus 4 Saiten zusammengesetztes Gantzes.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 1654–1655Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0