Paucken, Tympana, Tymbales, Sind alte Jnstrumente, so bey den Ebräern schon bräuchlich waren und geschlagen worden, sowol bey dem Gottesdienst als andern Freuden-Bezeigungen. Z. E. Mirjam nahm eine Paucke in ihre Hand, und alle Weiber folgten ihr nach mit Paucken und Reigen, Exod. 15, 20. it. 1 Sam. 10, 5. Was deren Beschaffenheit anlangt, so soll ein Pauck-Kessel vor dem andern um etwas kleiner seyn, derselben Uiberzug in Fellen soll nur halb ausgegerbet werden, damit sie aber heller klingen, soll man sie, wenn sie trucken seyn, mit Brantewein und Knoblauch schmieren, und in der Sonnen wieder abtrucknen, und die kleineste Paucke ins C, und die gröbste ins G stimmen. Der Paucker muß gar gelencke, schlenckernde Hände haben, denn solches erfodern die Würbel zu machen. Er muß auch Wissenschafft von der Music haben, ein vorgelegtes Stück recht zu tractiren, und muß iederzeit vor der Final-Cadenz einen guten langen Würbel formiren, und hernach, wenn die Trompeter alle schon aufgehöret, erst den letzten und starcken Streich auf der C-Paucke führen. Will man ein Echo darauf tractiren, so schlage man nahe um den Rand Circkel-weise fein sachte, doch geschwind herum, darauf alsdenn wieder stracks mit starcken Würbeln in die Mitte u. mit langsamen starcken Streichen stets aufs G, doch muß der Schlägel in der lincken Hand fort für fort behende auf dem C fortgehen; und solches kömmt recht Heroisch heraus, sonderlich wann es zum Final kommt.