FeedQuinta dena
MusikRitter-Exercitien-Lexicon 1742

Quinta dena, (Quinta dena Tono) ein Register in den Orgeln, dessen Pfeiffen zwey unterschiedene Laute von sich geben, weil sie zwey Mündungen haben, als die Quint ut Sol ins Gehör lautet, daher einige meinen, es komme dieses Wort her von quint ad una oder quinta tenens. Diese Stimme ist an Proportion des Corporis, um ein ziemliches weiter, als die Principal an der Mensur sind, und weil die Pfeiffen gedeckt, eine Octave tieffer, als offene Pfeiffen-Werck, gegen ihre Länge zu rechnen. Es sind aber derselben dreyerley Arten, die aus einer Mensur, unterschiedlich, nach dem Ton oder Füssen gearbeitet werden: 1) Die grossen Quintadeen 16 Fuß Ton; auf dem Manual oder Pedal, eine liebliche Stimme, sonderlich wenn eine andere darzu genommen wird. 2) Quintadeen 8 Fuß Ton. Jst beym Rück-Positiv, oder im kleinen Octaven Principal-Werck zum Fundament; auch im Pedal zum Choral-Baß beqvem. 3) Quintadeen 4 Fuß Ton. Kleiner kan man sie nicht wohl machen.

Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 1862–1863Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

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