Mixtur-Cymbeln, Ein Orgel-Register, so zu den Principalen und Octaven gehöret, weil sie aus derselben Mensur sind, und die Octaven und Qvinten ohne dem zur Mixtur und Zimbeln, des vollen Wercks halber, gezogen werden. Der Mixturen Dispositiones und Variationes sind mancherley, nach Art und Gelegenheit der Wercke und Kirchen. Eine Art wird genennet die grosse Mixtur, war vor Alters oft bis 20, 30 und 40 Pfeiffen starck, darunter die grösten von 8 Fuß waren. Jetzt sind sie 10, 12, bis 20 Pfeiffen starck auf einem Chor, die grosse Pfeiffe im untersten Clave hat 4 Fuß Ton. Bey einigen heist diese Mixtur auch graphicalis. Zehen Pfeiffen pro choro macht zusammen auf den Clavibus 864 Stück. 2) Die andere Art beisset nur bloßhin Mixtur: Weil dieselbe im Mittel, und nicht zu groß, noch zu klein, mit Pfeiffen besetzet ist. Und ist eben die, welche ietzund in die æqualprincipal, auch wol in die grossen Principal-Wercke von 4, 5, 6, 7, 8 und 9 Pfeiffen oder Choren gemacht wird: Darinnen die gröste Pfeiffe gemeiniglich von 2 oder 1 Fuß Ton ist. 3) Die kleine Mixtur, Niederländisch Scharp genannt; ist von 3 Pfeiffen disponiret, und wird öffters repetirt. Wird bisweilen in grossen Wercken in die Brust, oder vor seine rechte Mixtur gesetzt. Etliche nehmen gar kleine subtile Pfeiflein darzu, die gröste 3 Zoll lang, und deren 3 oder 4 in unisono, und ein Octävlein und kleine Qvint, und gehen von einer Octav zur andern.