Sylva, Ein Römisches Spiel, welches folgender massen beschaffen war. Man pflantzet einen Kunstwald in dem Circo, und that in denselbigen sehr viel Thiere, welche das Volck jagte, aber ohne Waffen, denn sie musten sie lebendig mit Händen fangen. Um deßwillen brachten sie selten wilde Thiere in diese Kunst-Wälder, durch welche sie hätten können beschädiget werden. Der Kayser Heliogabalus erfüllete den Circum, (an stat der Goldstücken, welche man sonst unter das Volck auszustreuen pflegte, und der kleinen Thiere, welche man sonst dem Volck zur Kurtzweil übergab) mit Rehen, Ochsen und Camelen. Der Kayser Gordianus richtete eine Sylvam an, worinnen 200 Rehe, 10 Elendthiere, 100 Ochsen, 300 Straussen, 30 wilde Esel, 150 wilde Schweine, 200 wilde Ziegen und 200 Gemsen waren. Nach Constantini Zeiten wird in der Historie nichts mehr von diesen Sylvis gemeldet, sondern nur von demjenigen Spiele, welches Pancarpus genennet wird.