Trilletto und Trillo, Bestehen in einem scharffen und deutlichen Schlagen zweener zusammen liegender oder benachbarter und mit einander auf das hurtigste umwechselnder Klänge; sie sind in keinem Stücke unterschieden, als in der Länge und Kürtze ihrer Dauer, die bey dem Trilletto nur sehr klein ist. Die Frantzösischen Sänger, sonderderlich Sängerinnen, lieben ein etwas seltsames Anschlagen der beyden zum Triller gehörigen umwechselnden Klänge; es giebt auch solches Verfahren unter andern ein Zeugniß, daß die Werckzeuge der Kehle, oder vielmehr des Ober-Züngleins sehr wohl geschaffen sind, ja es klinget vernehmlich und rein, obwol etwas matt. V. Tenuta.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 2238–2239Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0