FeedTrumm-Scheid, Tympani Schiza
AllerleiRitter-Exercitien-Lexicon 1742

Trumm-Scheid, Tympani Schiza, Jst von drey dünnen Bretlein zusammen gefügt, in die Länge zugespitzet, als eine dreyeckigte Pyramide, und auf dem obersten Bretlein, als dem Resonantz-Boden, mit einer langen Darm-Saite bezogen, welche mit einem Fiedelbogen gestrichen wird. Einige setzen den Hals desselben an die Brust, und halten es also in der lincken Hand, und rühren mit dem lincken Daumen die Saiten, in ihren Puncten, wo ieder Clavis ist, gar gelinde an, und fiedeln mit der rechten, als wie die Trompete Marin, aus welchem auch diese entstanden. Das Trumm-Scheid aber hat vier Saiten, die obersten drey bleiben allezeit in einem Laut, als e, g, c, die gröbste Saite aber wird mit dem Daumen gerühret.

Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 2246Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

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