Vernagelung eines Pferds, Geschieht auf zweyerley Weise, entweder wenn sich ein Pferd selbst in einen Nagel tritt, oder im Beschlagen von einem unvorsichtigen Schmied ihm ein Nagel in das Leben getrieben wird. Ein Mittel darwider ist: Man ziehe den Nagel gleich heraus, und gebe dem Pferde Maus-Oerlein-Kraut, klein geschnitten unter das Futter, und laß es bis 3 Tage im Stalle stehen, so heilet die Versehrung von selbst, wenn es gleich schwüret, und das Pferd sehr hincket; solches ist ein sichers Experiment.
Valentin Trichter, Curiöses Reit- Jagd- Fecht- Tantz- oder Ritter-Exercitien-LexiconLeipzig: Gleditsch 1742 · Sp. 2264Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0