Wallachen, Legen, Reissen, Heist ein gantzes oder Hengst-Pferd verschneiden, oder demselben auf eine andere gewaltthätige Weise die Mannschaft oder Zeugungs-Kraft benehmen. Die Art oder Weise, die man im Wallachen beobachtet, ist zwererley: Der Schnitt und das Klopffen oder Lähmen. Durch den Schnitt geschiehet es, wenn man die Geilen, mit gewissem Kunst-Schnitt aus dem Sacke nimmt; wobey mit Fleiß darauf zu fehen, daß mehr nicht, denn gedachte Geilen, und gar nichts von demjenigen Rogen, so sich um die Geilen befindet, weggeschnitten werde. Nach dem Schnitt muß man das Pferd vor den Fliegen und vor Wasser verwahren, und den Schaden, damit er nicht geschwelle, zum öftern mit Molcken auswaschen. Die andere Art ist das Klopffen oder Lähmen, wenn man durch gewissen Werckzeug diejenige Saamen-Adern, welche von den Nieren nach den Geilen gehen, entweder gantz abkneipet, oder mit einem höltzernen Hammer tödtet und zerqvetschet, da sie denn Klopff-Hengste heissen. Man hält insgemein die erste Art für geschwinder und sicherer, die andere aber für schmertzlicher und gefährlicher. Einige wollen, man solle die Hengst-Fohlen, wenn sie noch an der Stute saugen, und drey Monat alt sind, wallachen, weilen ihnen solches um diese Zeit nicht allein nichts an ihren Kräften benehmen, sondern sie auch bey der Mutter-Milch viel eher sich austheilen sollen. Andere hingegen lassen das Legen oder Wallachen vornehmen, wenn das Füllen ein Jahr alt, und bey gelindem Wetter. Die beste Zeit hierzu ist der Frühling.