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ErdkundeBrockhaus 1882

Hermitage heißt einer der vorzüglichsten Weine Frankreichs, der in der Dauphiné auf einer granitischen Hügelreihe des linken Rhöne-Ufers, gegenüber der Eisenbahnstation Tain, wächst. Schon im ersten Mittelalter waren die crupes ab eremo dictaes ihres Produkts halber berühmt. Ein Einsiedler * die ersten Reben dahin verpflanzt haben (daher der Name). An der Stelle der Einsiedelei erbauten im 13. Jahrh. die deutschen Ritter von Sterimberg eine Burg, welche im 14. die Bernhardinermönche erwarben und in ein Kloster verwandelten. Sie besonders hoben und pflegten den Weinbau. Die drei Lagen des Gebirges von unten nach oben heißen: Le Greffieux, Le Méal und La Chantalouette; letztere produziert die feurigsten Weine. Dieselben sind sowohl weiß als rot; die besten Gewächse von beiden gehören zu den Weinen ersten Rangs.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 151Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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