Hermod, d. h. der Heermutige und Tapfere, ein Sohn Odhins, wird in der nordischen Mythologie unter die Asen anach 50 Er erscheint nur in dem Baldr-Mythus; nach Baldrs Tode erbietet er sich, zu Hel zu reiten, um im Namen der Götter die Totengöttin um Baldrs Herausgabe zu bitten. Sein Ritt dahin dauert neun Tage; eine Nacht verweilt er daselbst, kehrt aber am andern Morgen zurück und überbringt den Göttern die Geschenke, welche ihnen Baldr sendet. — Einen andern H. erwähnt die Hyndluljod, ein Eddalied, neben dem Sigmund, dem Vater Sigurds; dieser gehört wohl der Heldensage an. :
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 151Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei