Heimdall, eine Gottheit in der nordgerman. Mythologie, wacht auf dem Himmelsberge an der Brücke Bifröst (s. d.), welche das Reich der Asen mit dem der Menschen verbindet. Er sieht und hört schärfer als alle andern Geschöpfe, daher kann nichts seiner Wachsamkeit entgehen. Vor dem Weltuntergange wird er in sein Horn, das Gjallarhorn, blasen, um die Götter zum Kampfe gegen die bösen Elemente zu rufen. H. ist der Sohn Odhins und von neun Schwestern; golden sind seine Zähne, Golltopp (Goldmähne) heißt das Roß, auf dem er reitet; hiervon rührt auch sein Name, denn H. heißt ader über die Welt Glänzendeß. Er hing einst als Rigr zu den Menschen und war hier er Gründer der drei Stände und somit menschlicher Ordnung. Im Mythus vom Halsbande der Freyia erscheint H. als Vertreter des guten Elements im Kampfe mit dem bösen Loke. x