Hesiöne war die Tochter des Königs Laomedor von Troja. Als Poseidon ein verderbliches See ungeheuer gesandt hatte, weil Laomedon ihm und Apollo den für die Erbauung der Mauern Trojas bedungenen Lohn verweigerte, wurde H. von ihrem Vater dem Ungeheuer preisgegeben, nachdem ihm geweissagt worden war, daß nur so Befreiung von demselben zu erlangen sei. Herakles aber befreite H. um den den Göttern versprochenen Preis. Da jedoch Laomedon auch dem Herakles den Preis vorenthielt, zog Herakles später gegen Troja, eroberte die Stadt und tötete Laomedon und alle seine Söhne bis auf einen. H. aber überließ er dem Telamon, dem sie den Teukros gebar.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 178Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei