Hiaug-Kiang, 437. ong. von). Hiarbas (Jarbas), ein mythischer König in Afrika, an dessen Gebiet Dido (s. d.) landete und welcher sich später um ihre Hand bewarb. Hiärne (Thomas), baltischer Chronist, geb. um 1638 zu Nyen in Ingermanland, studierte in Dorpat seit 1655 und wurde Hauslehrer, dann 1668 Gehilfe des Generalzollverwalters Wilh. Drackenhjelm in Reval. Im Jahre darauf war er Verwalter des Ritterguts Werder in Estland, wo er eine Est⸗, Liv⸗ und Lettländische Geschichtes von den ältesten Zeiten bis zur Einverleibung in Schweden 1621 schrieb. Das Werk wurde zum Teil (bis zum J. 1525), von J. F. von Recke (Mitau 1794), dann vollständig von C. E. Napiersky (Lpz. 1835 u. 1839 in Bd. 1 u. 2 der Monumenta Livoniae antiquaeo) veröffentlicht. H. starb im Juli 1678 in Werder. Er hinterließ eine (Geschichte der Erzbischöfe von Rigav, welches Werk handschriftlich in der Bibliothek der mecklenb. Ritterschaft vorhanden ist. Hiatus (lat.), d. h. Kluft, Spalte, bezeichnet in Grammatik und Metrik die Aufeinanderfolge zweier Vokale, deren erster am Ende einer Silbe, deren zweiter am Anfang der darauffolgenden Silbe steht, einerlei, ob diese Silben zwei selbständigen Wörtern oder einem einzigen Worte angehören, z. B. chabe icho oder See —env. In vielen Sprachen wird der H. als eine Härte empfunden und vermieden, entweder durch Zusammenziehung (in dem Fall, wo zwei Worte in Betracht kommen, in der griech. Grammatik Krasis genannt) der beiden Vokale, z. B. griech. tälla = ta alla (das andere), basilés = basilées (Könige), ähnlich in unserm Seenp (einsilbig) SeSee—eno, oder durch Elision, d. h. Abwerfung des ersten Vokals, z. B. cGhab' ichv. Das Wort H. wird auch überhaupt für Lücke, Lückenhaftigkeit gebraucht.