Hexachord, eine Reihe von sechs stufenweise aufeinander folgenden Tönen der Durtonleiter, z. B. in C-dur: odefga; in G-dur: ga hede u. s. w. Wie das Tetrachord (s. d.) als die Tonleiter der Griechen, so ist das H. als die Tonleiter des Mittelalters anzusehen. Die sechs Töne des H. wurden mit den sechs Silben ut re mi fa sol la bezeichnet und bildeten als Solmisation (s. d.) die Grundlage der mittelalterlichen Tonlehre.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 208Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei