Hokuspokus, eine von Gauklern bei ihren Kunststücken gebrauchte Formel, deren Etymologie nicht sicher festgestellt ist. Vermutlich ist sie verderbt aus den gemißbrauchten Worten choc est corpuso (neum), welche in der kath. Kirche bei Weihung der Hostie 15 chen werden. Nach anderer Ansicht sind, da es ehemals Ockes Bockes oder Okes Boks eschrieben wurde, die Wörter Ochs und Bock als amen von Opfertieren darin enthalten. Im allgemeinen bezeichnet der Ausdruck jetzt Gaukelei und Taschenspielerei.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 328Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei