Acapulco, Hafenstadt im mexic. Staate Guerréro, am Stillen Meere, zählt etwa 4000 E., meist Mulatten und Zambos. Den Hafen bildet eine der schönsten Meeresbuchten der Erde, ein 6280 m breites, in Granitgestein ausgehöhltes Becken. Im Innern des Bassins ist überall 45 —62 m Tiefe und o eulin d Ankergrund; dabei fällt der Granit so steil in die See ab, daß Linienschiffe ohne Gefahr dicht an der Felsenküste hinsegeln können. Trotz der Trefflichkeit des Hafens ist der Handel unbedeutend. Das Klima ist außerordentlich heiß, da die Stadt in einem Kessel von Granitfelsen liegt. Um ihr etwas Kühlung zu verschaffen, ließ die span. Regierung die großartige Abra de San-Nicolas, einen Dohen Weg durch das gegen das Meer hin liegende Gebirge sprengen, durch welchen den Seewinden Zugang verschafft ward. Die Blütezeit A.s fällt in die Zeit der span. Herrschaft, namentlich seit Karls III. Ordenanza del comercio libre vom 12. Okt. 1778, durch welche der Ort ausschließlich für den ganzen ostind. Handel berechtigt wurde. Dieser Handel ward indes nur durch Vermittelung von Manila betrieben, indem alljährlich eine königl. Galeone mit europ. und span.⸗ amerik. Manufakturen und Bodenprodukten und vornehmlich mit mexic. Silber von A. nach Manila ging und von da mit Gewürzen, Seiden⸗ und andern Waren Ostindiens und Chinas zurückkehrte. Man hielt nach der Rückkehr zu A. eine vielbesuchte Messe. Durch die Unabhängigkeitserklärung Mexicos, die Bürgerkriege, die Erdbeben von 1799 und 1837, sowie durch die Verheerungen der Cholera war der Handel Ars gänzlich heruntergekommen. Erst durch die Eröffnung der Panama-Eisenbahn hat er sich etwas gehoben, da die Postdampfer zwischen Panama und San-Francisco in A. anlegen, um Kohlen und Wasser einzunehmen. Ace . ... Artikel, die man hier vermißt, sind unter Akk. .. zu suchen. ů Aeca, bei den Franzosen Saint-Jean d'Acre, Stadt und Festung an der Ostküste des Mittelmeers, Hauptort eines Sandschak im asiat.⸗türk. Vilajet Scham (Syrien), an einer weiten Bucht im Norden des Vorgebirges Karmel, hat sechs Moscheen (darunter die schöne Dschezzar-Moschee), viele Ruinen aus dem Mittelalter, einen Hafen, der zwar offen, ungeschützt und etwas versandet, aber doch einer der besten der ganzen syr. Küste ist, und zählt ungefähr 5000 E., welche vorzugsweise von Handel und Schiffahrt leben. A. ist ein Hauptstapelplatz für die syr. Baumwolle und Ausmündungspunkt mehrerer Hauptstraßen aus dem Innern Syriens. Das uralte A. war von jeher in olit. wie militärischer Beziehung ein wichtiger erbindungspunkt zwischen Europa und Asien und kommt schon in der Bibel unter dem Namen Acco oder Ako vor (Richt. 1,31), damals im Besitz der Kanaaniter. Unter Ptolemäus Lagi vergrößert und verschönert, erhielt Acco den Namen Ptolemais, den die Stadt auch noch das ganze Mittelalter hindurch führte. Die Römer verwandelten den Platz in eine Militärkolonie (Colonia Claudia), die infolge des Zuströmens von Kaufleuten aus den Mittelmeerländern bald große kommerzielle Bedeutung erhielt. Auch unter den Arabern blieb A. ein wichtiges Bollwerk und Hauptstapelplatz für den Handel mit Syrien und Palästina. Bei Beginn der Kreuzzüge suchten sich die christl. Heerführer A.s zu bemächtigen; doch gelang dies erst 24. März 1104. Sultan Saladin eroberte zwar die Stadt 1187, doch kam sie nach langer Belagerung und heldenmütiger Verteidigung durch Seifeddin Ali 12. Juli 1191 wiederum in die Hände der Christen Deutsche und Engländer). Seitdem blieb A. das Bollwerk der Christen und Sitz der Johanniter, bis es sich endlich 18. Mai 1291 an den Mamlukensultan von Agypten ergeben mußte. Doch blieb die Stadt auch unter ägyptischer, seit 1517 unter türk. Herrschaft immer noch der ndungsplatz für die Wallfahrer aus dem Abendlande. Während der Expedition in Agypten begann Bonaparte, um einen festen Stützpunkt für eine Operationen in Syrien zu gewinnen, 17. März 1799 die Belagerung des Platzes, der von Ahmed-Pascha (Dschezzar) und dem franz. Ingenieuroffizier Philippeau (einem Emigranten) wpfer verteidigt wurde. Au waren noch 15. März zwei engl. Schiffe unter Sir Sidney Smith zur Verstärkung eingetroffen, welche unterwegs sieben franz., mit Munition und Belagerungsgeschut beladene Transportschiffe fortgenommen hatten. Zwar wurden mehrere Ausfälle zurückgeschlagen und 29. März Bresche geschossen, doch scheiterten mehrere Sturmversuche unter schwerem Verlust für den Angreifer, in dessen Heere zudem die Pest wütete. Bonaparte mußte die Belagerung 21. Mai wieder aufheben und kehrte 15. Juni nach Kairo zurück. Am 27. Mai 1832 ward A. durch brahim Pascha, den Sohn des Vizekönigs von. gypten, mit Sturm genommen, jedoch nach einem Bombardement 4. Nov. 1840 von der vereinigten engl.⸗österr.⸗türk. Flotte wieder erobert und mit ganz Syrien den Türken zurückgegeben. Seit 1850 wurden die Befestigungen wiederhergestellt.