Ahanta, ehemals selbstständiges, später den Aschanti zinspflichtiges, jetzt unter engl. Schutze stehendes Negerland an der Goldküste Oberguineas, zu beiden Seiten des Kap de Tres Puntas (der Drei Spitzen), zwischen den Flüssen Ankobar im W. und Busum-Prah im O., ist einer der gesundesten, reichsten und civilisiertesten Landstriche der ganzen Küste, mit fruchtbarem, wohlbebautem Boden, reich an Zuckerrohr, Reis, Bauholz. Die Küste hat ute Reeden und Häfen, aus denen Palmöl, Elfenein und Gold ausgeführt wird. Im NW. des Kaps liegt das Fort Axim oder Anthony, von den Portugiesen erbaut, jetzt den Engländern gehörig, und im NO. des Kaps, nahe beim Orte Busoa das Fort Dir-Co veoder Nfuma, ebenfalls britisch. Zwischen Axim und dem Kap pflanzte 1. 4½% 1683 der Major von der Gröben auf dem Berge Mamfort (Montfort) die brandenb. Fahne auf, um im Auftrage des Großen en welche riedrich Wilhelm eine Kolonie zu gründen, welche, Friedrichsburg oder Großfriedrichsburg, auch Brandenburg genannt, 15 Kkm vom Kap entfernt war. Schon 1684 unterwarfen sich die Eingeborenen von Aquidah oder Accoda (am Kap) und von Takorady (löstlich von Dir-Cove), wo die Dorotheenschanze angelegt wurde. Auch Butrin oder Boutry, östlich von Busoa oder Bossua, kam in Besitz der Preußen. Aber alle diese Besitzungen wurden 20. Aug. 1720 an die Westindische Compagnie zu Amsterdam verkauft. Die Holländer nannten Fort Brandenburg nun Hollandia, gaben es aber bald wieder auf, sodaß es verfiel.