Alexandersage, s. unter Alexander der roße. Alexanderschlacht. Unter diesem Namen ist das größte und schönste aus dem Altertum erhaltene, durch erhabene Einfachheit ausgezeichnete Mo6a. Heuer bekannt. Es wurde 24. Okt. 1831 im og. Hause des Faun zu Pompeji gefunden und befindet sich gegenwärtig im Museum zu Neapel. Das Kunstwerk ist 6,3m lang, 3,8 mbreit und hat, obschon der dritte Teil des Ganzen bedeutend beschädigt, dennoch 22 Figuren und 16 Pferde. Es stellt einen großen Kampf zwischen zwei Heeren dar, sicher zwischen Alexander und Darius, daher der Name A.; doch sind die Ansichten geteilt über die dargestellte Schlacht, da einige die Schlacht bei Issos, andere die Schlacht bei Arbela darin erkennen möchten. In neuerer Zeit hat Schreiber in Freiburg versucht, das Bild auf die Schlacht, welche Marcellus den Galliern 222 v. Chr. bei Clastidium lieferte, zu deuten. Indessen hat die Deutung auf die Schlacht bei Issos die größte Wahrscheinlichkeit für sich. Trefflich ist die richtige Perspektive, in der das Getümmel des Kampfes angeordnet erscheint. Die Farben sind äußerst lebendig, sodaß man wohl auf die Nachahmung eines berühmten griech. Gemäldes in diesem mühselig aus winzigen Steinen kombinierten Werke schließen darf. diese lebendige und ausführliche Schilderungen dieses großartigen Kunstwerks geben Hettner in der Vorschule zur bildenden Kunst der Alten » (Bd. 1, Oldenb. 1848) und Stahr in «Ein Jahr in Italieno (Bd. 2, Oldenb. 1848, 3. Aufl. 1864).