Anämie (grch.) heißt eigentlich Blutlosigkeit, wird aber in der Bedeutung von Blutarmut (s. d.) gebraucht, und zwar in dem doppelten Sinne, daß man sowohl die abnorme Abnahme der Blutmenge überhaupt als auch die krankhafte Verminderung der Blutkörperchen und der Eiweißstoffe im Blute so bezeichnet. Eine besondere Form der A. ist die Bleichsucht (s. d.).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 604Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei