Antennaria R. Br., Pflanzengattung aus der Familie der Kompositen, deren Arten Linné, soweit solche ihm bekannt waren, zur Gattung Gnaphalium (. d.) gerechnet hatte. Von diesen unterscheiden sich die A. durch die Zweihäusigkeit und die langen, N ektenfühlern (Antennen) ähnlichen Haare auf der Achene der weiblichen Blüten. Die A. sind ausdauernde, filzige, kleinblätterige Kräuter mit kleinen, doldentraubig oder trugdoldig angeordneten Blütenkörbchen, deren Korbhülle aus trockenen, schöngefärbten, unverwelklichen Schuppen besteht, weshalb sich diese Pflanzen gleich den Immortellen zum Zimmerschmuck während des Winters und zu Kränzen eignen. Es gehören zu dieser Gattung, deren Arten über Europa, Asien und Nordamerika zerstreut sind, das sog. Lamenthalden chen, A. dioica Gartn., eine hübsche, allenthalben auf trockenem und steinigem Boden in sonniger Lage vorkommende Pflanze mit weißen, rosen⸗ und purpurroten Blütenkörbchen, und einige beliebte Garten-Zierpflanzen, nämlich A. plantaginea und margaritacea R. Br. aus Nordamerika, stattliche Gewächse mit schneeweißen Blütenkörbchen. Beide gedeihen ohne besondere Pflege im freien Lande und werden durch Zerteilung der Stöcke 3Deber Antẽ'nor erscheint bei Homer als der Verständigste, der zur Sühne Ratende unter den Altesten Trojas. Er nahm Odysseus und Menelaos während ihrer Gesandtschaft in Troja, um die Rückgabe der Helena zu veranlassen, in seinem Hause auf, begleitete Priamos in das griech. Lager zum Abschluß des Menei wegen des Zweikampfs zwischen Paris und Menelaos und schlug nach dem Zweikampfe des Ajax und Hektor, wiewohl vergeblich, Helenas Auslieferung vor. Die spätere Sage hat ihn zu einem Freunde der Griechen, ja zum Verräter seiner Vaterstadt gemacht. Sein Haus blieb bei der Plünderung verschont. Er gründete dann nach einigen auf den Trümmern Trojas ein neues Reich, nach andern verließ er die Troas und ließ sich in Kyrene nieder, nach der später gewöhnlichen Sage aber ging er mit den Henetern. (Venetern) nach Italien, wo er Patavium (Padua) gründete.