Abend, m., 1. frz. soir, m.,engl. evening. Der Abend, der Sonnenuntergang, war bei den Alten Symbol des Lebensendes und wurde u. A. gern angedeutet durch Darstellung der Diana mit bergab gehenden Rossen, als sanft herabschwebende Figur mit weit wallendem Gewand, oder auch durch Darstellung des Hesperus, als lieblicher Jüngling mit dem Abendstern auf dem Haupt und abwärts gekehrter Fackel; germanisch aufgefaßt würde der Abend darzustellen sein als Jüngling auf schwarzem Roß mit dem Stern über dem Haupt, auch wol ein liebliches Mädchen (die Dämmerung) im Arm; christlich als sitzender Greis, in die untergehende Sonne schauend, Mohnköpfe in der Hand, oder symbolisch: eine Henne, welche die Küchlein unter ihren Flügeln birgt. — 2. s. v. w. Westen (s. d.).